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Verstopfung

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Was Verstopfung ist

Verstopfung wird in der medizinischen Fachsprache als Obstipation bezeichnet. Von einer Obstipation wird gesprochen, wenn der Stuhlgang zu hart und / oder zu selten ist. Zu hart bedeutet, dass ordentlich gepresst werden muss, damit er heraus kommt. Solch eine Aussage ist immer subjektiv; sie sollte aber Grund zur Diagnostik und für eine Therapie sein. Zu selten bedeutet weniger als 3 Stuhlgänge pro Woche bzw. Zeitabstände von mehr als 3 Tagen.

Verstopfung ist eine häufige Klage beim Arzt, besonders von Frauen; fast jeder 5. Erwachsene leidet unter ihr. Manche Menschen haben einen Weg gefunden, mit ihr fertig zu werden; für manche bedeutet sie eine ordentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität, denn lange auf der Toilette sitzen zu müssen und doch kaum Erfolg zu haben, ist eine körperliche und psychische Belastung. Eine Entleerung wird als regelrechte Erleichterung empfunden.

Gelegentlich führt Darmträgheit zu "gefangenen Winden", die nicht genügend weiter transportiert werden und Darmschlingen schmerzhaft dehnen können.

Was Ihr Arzt wissen möchte

Es gibt verschiedene Ursachen für Verstopfung; zum Glück sind die meisten relativ harmlos. Ihr Arzt sollte aber rasch erkennen können, ob nicht doch eine ernsthafte Krankheit zugrunde liegt. Dazu benötigt er Angaben zu folgenden Fragen:

Wie oft? Wie fest?

Wie oft in der Woche, welche Konsistenz, manuelle Nachhilfe bei der Entleerung? Mit diesen Fragen wird geklärt, ob es sich tatsächlich um eine Obstipation handelt.


Gefühl einer unvollständigen Entleerung?

Angenommen, Sie haben alle 2 Tage geformten, nicht zu harten Stuhlgang, was ja noch nicht die Kriterien einer Verstopfung erfüllt, leiden jedoch unter dem Gefühl, sich nicht vollständig entleeren zu können, dann ist das Grund genug, dies als möglicherweise krankhaft anzusehen und untersuchen zu lassen. Heute wird auch das bereits als "Obstipation" bezeichnet. Genaueres zum Gefühl der unvollständigen Entleerung siehe hier.

Seit wann? Vorübergehend?

Es soll klar werden, ob das Problem neu, vielleicht nur vorübergehend oder gar dauerhaft ist.

Hier zweigt sich unsere Betrachtung wegen unterschiedlicher diagnostischer und therapeutischer Konsequenzen auf in die vorübergehende und die anhaltende Verstopfung.

  • Die vorübergehende Verstopfung kann funktionell bedingt sein (Reiseverstopfung, Verstopfung bei zu geringer Trinkmenge oder Bewegungsarmut).
  • Eine anhaltende Verstopfung; sie kann folgende Ursachen haben:
    • funktionelle Ursachen (z. B. ständig zu geringe Trinkmenge oder und mangelhafte Bewegung vor allem im Alter),
    • hormonelle Ursachen (bei Frauen: weibliche Sexualhormone stellen nicht nur den Uterus bei Schwangerschaft sondern auch den Darm ruhig),
    • Medikamente: beispielsweise Beruhigungsmittel (Psychopharmaka), Opiate oder Wasser-treibende Mittel (Diuretika) (es sollten daher die Beipackzettel der eingenommenen Medikamente studiert werden),
    • eine Enddarmkrankheit ("proktogene Verstopfung" z. B. bei Schmerzen am Darmausgang beim Stuhlgang),
    • ein Reizdarmsyndrom, das nicht nur Durchfälle sondern auch lang anhaltende Verstopfungsphasen verursachen kann,
    • eine Störung der Nervenversorgung des Darmausgangs (kann bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder bei einer Einengung im Spinalkanal (Enge im unteren Wirbelkanal, in dem das Rückenmark und seine Ausläufer verlaufen, Spinalkanalstenose) vorkommen),
    • eine Verstopfung im Rahmen einer Beckenbodenschwäche (Beckenbodeninsuffizienz Beckenbodeninsuffizienz mit Rektozele, Enterozele oder [Intussuszeption Intussuszeption]),
    • Funktionsstörung oder Erkrankungen des Dickdarms (Trägheit bei falscher "Darmerziehung", Hirschsprung-Krankheit, [Akute Pseudoobstruktion|Akute intestinale Pseudoobstruktion (Ogilvie Syndrom)], [Darmkrebs - Kurzinfo|stenosierender Darmkrebs] etc.) zu denken. Dies sind alles besondere Diagnosen, die der Arzt suchen und erklären wird (Fachinfos zur Verstopfung siehe hier).

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