krank-gesund.de

Verschlucken

Aus Krank-Gesund.de

Wechseln zu: Navigation, Suche

[bearbeiten] Was Verschlucken ist

Gelegentlich passiert es jedem Menschen, dass er sich verschluckt, dass etwas in der „Sonntagshals“ kommt. Dann muss man zwanghaft stark husten und räuspert sich noch eine lange Zeit, bis die Luftröhre wieder frei ist und die reflektorisch vermehrte Schleimproduktion dort nachgelassen hat. Der angeborene Schutzmechanismus der Atemwege ist für Gesunde nicht überwindbar.

[bearbeiten] Was die Ursache sein kann

Ein solches Verschlucken kommt gehäuft bei einer mangelhaften Koordination des Schluckakts vor. Wenn Sie sich beim Schlucken genau beobachten, werden Sie leicht erkennen können, dass eine Reihe von Muskeln in genauer zeitlicher Reihenfolge zusammenwirken müssen. Das geschieht im Gehirn, wesentliche Teile davon im Stammhirn. Und wenn es dort durch eine Erkrankung, beispielsweise im Rahmen eines Schlaganfalls, zu einem Ausfall der dafür zuständigen Zentren oder Leitungsbahnen kommt, folgt eine solche gefährliche Symptomatik zwangsläufig. Gefährlich ist sie wegen des hohen Risikos, eine Lungenentzündung zu bekommen, eine so genannte Aspirationspneumonie.

MERKE

Wenn sich ein Verschlucken häuft, dann sollte das Ihr Arzt unbedingt wissen. Der Zusammenhang mit einem möglicherweise schleichend weiterlaufenden Schlaganfall muss unbedingt geklärt werden. Ein plötzliches Schlaganfallereignis mach dagegen für die Diagnosestellung kein großes Problem.

Das Symptom "Verschlucken" ist ein Beispiel dafür, wie eine primär anderswo im Körper lokalisierte Störung am Magendarmkanal manifestiert und schließlich Auswirkungen auf ein drittes Organsystem (der Lunge mit den Bronchien) hat.

Wenn eine chronische Bronchitis oder eine sonst ursächlich nicht geklärte Lungenentzündung (Bronchopneumonie) vorliegt, hat der Gastroenterologe manchmal die Frage einer möglicherweise gestörten Schluckkoordination zu beantworten.

Wenn ein Schlaganfall die Ursache ist, bei dem man die Hoffnung auf eine allmähliche Besserung haben kann, dann wird manchmal die endoskopische Beobachtung des Schluckakts angestrebt. Sie kann unter Umständen weiterhelfen, wenn die Frage beantwortet werden soll, ob ohne allzu großes Risiko versucht werden kann, einem solchen Patienten das Schlucken wieder beizubringen.

[bearbeiten] Was der Arzt fragen könnte

  • "Kommt ein Verschlucken häufiger vor?"
  • "Seit wann tritt Verschlucken auf?" Gibt es ein besonderes Ereignis, nachdem Verschlucken erstmalig auftrat? Ein Schlaganfall oder eine vorübergehende Artikulationsstörung beim Sprechen?
  • "Sind bei Ihnen noch andere Krankheiten bekannt?" Speziell neurologisch Krankheiten oder eine Krebserkrankung können von Bedeutung sein.






© 2009 MedicoConsult GmbH, alle Rechte vorbehalten. Impressum
Die unter www.krank-gesund.de angebotenen Dienste und Inhalte sind dienen ausschliesslich der Informationsbeschaffung und können in keinem Fall den Arztbesuch ersetzen. Alle Inhalte dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der Autoren nicht kommerziell verwendet werden, auch nicht auszugsweise.