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Völlegefühl

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[bearbeiten] Definition

Völlegefühl ist ein Symptom, das sich schwer umschreiben lässt. Beschrieben wird es beispielsweise als eine zu rasche Sättigung, ein Schweregefühl im Magenbereich, ein Gefühl des Aufgetriebenseins, manchmal verbunden mit etwas Übelkeit und einer Druckempfindlichkeit im Oberbauch.

MERKE

Völlegefühl ist vieldeutig. Überlegen Sie, ob es einen Auslöser gab, beispielsweise einen Infekt oder Medikamente, wie es sich entwickelt hat, ob Zusammenhänge mit anderen Krankheiten bestehen, ob eine Depression eine Rolle spielt.

[bearbeiten] Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig. Manchmal liegt eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis), eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), eine Leberentzündung (Hepatitis) oder ein Gallensteinleiden zugrunde. Auch kann ein Tumorleiden sich mit frühzeitiger Sättigung ankündigen. Vielfach werden Medikamente angeschuldigt. Manchmal kommt jedoch nichts von dem in Betracht, dann favorisiert Ihr Arzt eine "Dyspepsie", das heisst eine funktionelle Störung in der Motilität des Magens und oberen Darmkanals.

[bearbeiten] Was Ihr Arzt fragen könnte

Im Zusammenhang mit einem Völlegefühl versucht sich Ihr Arzt mit folgenden Fragen der vermeintlichen Ursache zu nähern:

  • Wie oder wodurch begann das Völlegefühl? Meist liegt der Beginn schon einige Zeit zurück, weil die meisten Patienten erst einmal abwarten wollen, ob es sich nicht von alleine wieder gibt. Wenn es das nicht tut, kann man sich nicht mehr so recht erinnern. Denken Sie darüber nach, ob nicht ein Infekt (z. B. Magendarminfekt? Bronchitis?), eine Kostumstellung, eine Reise oder ein neues Medikament in zeitlichem Zusammenhang mit dem Beginn stand. Es ist immer sinnvoll, Ihrem Arzt solche Informationen gleich mitzuteilen, vielleicht vergisst er die eine oder andere Frage, weil sie ihm weiter weg erscheint.
  • Haben Sie in letzter Zeit an Gewicht abgenommen? Wenn das Völlegefühl wirklich Ausdruck einer schwerwiegenden Krankheit sein sollte, müsste man eigentlich eine Gewichtsabnahme wegen des reduzierten Essens erwarten. Ist das nicht der Fall, kommt eine funktionelle Störung des Magendarmkanals (Dyspepsie) schon etwas mehr in den Vordergrund.
  • Verspüren Sie auch Übelkeit? Das wäre immerhin Anlass für Ihren Arzt, weitere Untersuchungen wie Laborwerte, Ultraschall des Bauchs und eine Magenspiegelung anzuraten.
  • Leiden Sie unter starken Blähungen? Wenn sie das bejahen, geht wieder alles Mögliche im Kopf Ihres Arztes herum: es könnte eine Dyspepsie oder auch ein Reizdarmsyndrom vorliegen, es könnte auch eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung in die Überlegungen einbezogen werden, da sie sowohl ein Völlegefühl als auch wegen mangelnder Verdauungsfunktion Blähungen hervorrufen kann. Ähnliche Überlegungen zielen in Richtung einer Erkrankung im Bereich der Leber oder der Gallenwege. Mehr zu Blähungen.
  • Haben sich die Beschwerden innerhalb der letzten Monate geändert? Wenn Sie sagen, dass sie mal besser, mal schlechter waren, im Wesentlichen jedoch gleich geblieben sind, dann ist dies wieder ein wichtiger Punkt für die Dyspepsie. Wenn Sie von einer Verschlechterung berichten, wird wohl eine ziemlich aufwendige Diagnostik folgen müssen.
  • Sind Sie stark stressbelastet oder gar manchmal schwermütig? Wenn Sie angeben, dass Sie mit Ihrer Situation oft nicht zu Recht kommen, Ihnen manches auf den Magen schlägt, oder dass Sie gelegentlich oder häufig sehr deprimiert sind, bedeutet das für Ihren Arzt, dass Ihr Magendarmsystem in diesem Rahmen wohl mitreagiert. Und dass hier wohl die erste Hilfe Not tut. Dann wird er vielleicht, sofern wichtige körperliche Ursachen durch Laboruntersuchungen, Ultraschall und ggf. auch eine Endoskopie ausgeschlossen sind, eine psychische Stabilisierung abwarten. Vielleicht gehen dann auch die körperlichen Missempfindungen weg.






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