Toxischer Leberschaden - Kurzinfo
Aus Krank-Gesund.de
Ein toxischer Leberschaden ist eine Schädigung der Leber durch Giftstoffe. Unter den Laborwerten sind vor allem die Transaminasen (unter ihnen führt meist die GOT) und oft auch die Cholestaseenzyme erhöht.
Auf die Leber giftig wirken können viele Chemikalien, Giftstoffe tierischer und pflanzlicher Herkunft, Alkohol und fast jedes Medikament. Beispiele sind Phosphor, Pilzgifte, Vinylchlorid, Paracetamol, Antikonzeptiva, Antibiotika und Zytostatika. Unerklärliche Erhöhungen von Leberwerten sind immer verdächtig auf einen toxischen Leberschaden, wobei die Nachfrage nach neu eingenommenen Medikamenten für den Arzt imer im Vordergrund steht.
Um einen Leberschaden als toxisch bedingt nachzuweisen, sollten andere Leberkrankheiten ausgeschlossen werden: bei Leberenzymerhöhungen eine Leberentzündung (Hepatitis), bei Gelbsucht (Ikterus) eine Gallenabflussstörung. Wenn der Leberschaden neu aufgetreten ist, sollten die verdächtigten neu eingenommenen Medikamente abgesetzt werden. Wenn die Leberschädigung trotz Entfernung der angeschuldigten Auslöser länger anhält, sollte eine histologische Untersuchung des Lebergewebes erfolgen.
