Zum Stuhlgang sollte mitgeteilt werden: „normal, 1-2 mal pro Tag, geformt; damit habe ich keine Probleme“, oder so ähnlich. Sagen Sie gleich etwas zur Frequenz und Konsistenz.
Stuhlgang
Aus Krank-Gesund.de
Stuhlgang ist eine Körperfunktion, die autonom geregelt wird. Der Darm hat ein eigenes Nervensystem, das in engem Kontakt steht mit unserem zentralen, unterbewusst arbeitenden Nervensystem, dem unterbewussten (vegetativen) Nervensystem mit dem Sympathicus und Vagus. Wenn Ihr Arzt sich einen Überblick über Ihr Befinden verschaffen will, fragt er immer auch nach dem Stuhlgang; das gehört zur „vegetativen Anamnese“. Denn es gibt da vieles über den Körper zu erfahren. Er fragt:
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Wie ist der Stuhlgang?
Wenn Sie sagen „normal“, wird er sich möglicherweise damit nicht zufrieden geben, denn was Sie als normal bezeichnen ist für ihn vielleicht schon ein Zeichen, dem er nachgehen muss. Je nachdem fragt er weiter:
Wie häufig?
Die Frequenz, die er Arzt zu hören bekommt, reicht von 15-20 mal pro Tag bis 1 mal pro Woche oder gar seltener. Als normal gilt eine Frequenz im Bereich von 1-3 mal pro Tag bis alle 3 Tage 1 mal. Häufiger bedeutet Durchfall, seltener Verstopfung. Dies ist besonders erwähnenswert, da sich manche Menschen an häufigere Stuhlgänge, beispielsweise 4-5 mal pro Tag, gewöhnt haben und das als normal empfinden, was es aber nicht sein muss! Der Arzt würde dann bereits an eine chronische Darmkrankheit denken.
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Welche Farbe?
Normal braun oder heller? Eine hellere Farbe findet man häufig im Rahmen eines Magendarminfekts (Gastroenteritis). Bleibt sie heller oder ist der Stuhl gar entfärbt, muss an einen Gallemangel im Darm gedacht werden, beispielsweise an eine Leberkrankheit wie eine Hepatitis oder eine dekompensierte Leberzirrhose, oder an eine Verstopfung der Gallenwege durch einen Stein (Gallensteinleiden), einen Tumor oder eine Bauchspeicheldrüsenkrankheit. In diesen Fällen müsste man auch Zeichen finden, die einen Gallestau im Körper anzeigen, nämlich eine Gelbsucht (Ikterus).
Welche Konsistenz?
Geformt oder breiig oder wässrig? (siehe unter Durchfall). Sagen Sie am besten gleich etwas dazu, denn auch wenn Sie einen breiigen Stuhl für normal erachten, da sie das seit langem nicht anders kennen, ist vielleicht doch an eine Darmkrankheit zu denken und nicht nur an ein Reizdarmsyndrom. Das sollte der Arzt entscheiden.
Welcher Geruch?
Geruch kann etwas darüber aussagen, wie die Verdauung funktioniert: eine mangelhafte Eiweißverdauung und Resorption seiner Verdauungsprodukte im Dünndarm führt dazu, dass Dickdarmbakterien damit in Berührung kommen, die stark riechende, übel riechende oder auf Deutsch „stinkende“ Darmgase produzieren. Berichten Sie davon, auch wenn es Ihnen peinlich sein sollte. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf die Ursache der Beschwerden, beispielsweise auf eine infektiöse Durchfallkrankheit, eine chronische Pankreatitis oder eine Sprue.
Treten Beschwerden beim Stuhlgang auf?
Wenn Beschwerden beim Stuhlgang auftreten, muss nach deren Ursache gefahndet werden.
Verweise
- Fettstuhl
- Breiiger Stuhl
- Übel riechender Stuhl
- Schleim mit dem Stuhl
- Blut mit dem Stuhl
- Wechselndes Stuhlverhalten


