Denken Sie daran, dass Ihren Arzt Sodbrennen nicht nur als Zeichen eines undichten Verschlusses zwischen Magen und Speiseröhre interessieren wird, sondern dass er darüber hinaus an die möglichen Folgen denkt, wie eine chronische Bronchitis, ein Asthma, eine Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Veränderung der Stimme oder des Geschmacks (siehe unter Refluxkrankheit). Wenn so etwas auf Sie zutrifft, erzählen Sie es ihm in diesem Zusammenhang.
Sodbrennen
Aus Krank-Gesund.de
[bearbeiten] Was Sodbrennen ist
Sodbrennen ist jedem als Symptom einer Refluxkrankheit geläufig. Reflux heißt im medizinischen Jargon Rückfluss von Säften aus dem Magen in die Speiseröhre bis in den Mund hinein. Dabei sollten Sie wissen, dass das, was der Magen verträgt, von der Speiseröhre nicht vertragen wird: Säure, die der Magen produziert, wirkt auf sie reizend; saurer Rückfluss kann Beschwerden bereiten (muss es aber nicht!) und kann auch zu einer Entzündung der Speiseröhre (Refluxösophagitis) führen. Bei ihr fließt vermehrt und gehäuft saurer Magensaft in die Speiseröhre zurück. Auch normalerweise kommt immer wieder Reflux zustande, das sieht man bei einer Messung des pH´s in der Speiseröhre; bei einer Refluxkrankheit sind die Rückflussphasen jedoch gehäuft und verlängert. Interessanterweise liegt aber nicht bei jedem Patienten mit erheblichen Refluxbeschwerden eine Refluxösophagitis vor. Oft sieht man endoskopisch einen glatten Normalbefund der Schleimhaut. Erklärt werden kann diese Diskrepanz durch eine besonders starke Schmerzempfindlichkeit, aber das weiß man erst nach der Untersuchung. In jedem Fall ist das Sodbrennen ein Zeichen, das zu Hilfe gezogen werden kann, um andere Gesundheitsprobleme, die auf Reflux zurückgeführt werden könne, die aber nicht gleich ersichtlich durch ihn zustande kommen, entsprechend zu diagnostizieren. Im Zusammenhang mit Sodbrennen wird Ihren Arzt einiges interessieren, was sich als Folge des Refluxes einstellen kann, und bei dem Sie wahrscheinlich gar keinen Zusammenhang mit Ihren Beschwerden vermuten. Seien Sie also auf etwa folgende Fragen gefasst:
[bearbeiten] Was den Arzt interessiert
- Haben Sie häufiger Entzündungen der Bronchien oder gelegentlich sogar eine Lungenentzündung gehabt? Unerklärte Bronchitiden oder Lungenentzündungen können durch Aspiration (Einatmen) von Aufgestoßenem oder aus dem Magen Zurückgeflossenem zustande gekommen sein. Das passiert häufig nachts während des Schlafs! Nächtlicher Reflux ist gar nicht so selten.
- Haben Sie gelegentlich Entzündungen der Nasennebenhöhlen? Reflux kann auch zu Nebenhöhlenentzündungen führen. Und Nasennebenhöhlenentzündungen selbst können wiederum zu chronischen Bronchitiden und asthmaähnlichen Symptomen führen.
- Hat sich die Stimme verändert? Reflux kann auch zu einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) führen. Die Patienten beobachten, dass die Stimme - für sie unerklärlicherweise - rauer geworden ist.
- Könnte das Herz als Ursache der Beschwerden in Frage kommen? Wenn Schmerzen hinter dem Brustbein erfragbar sind, wird Ihr Arzt sicher zuerst auf Reflux tippen. Aber das Herz wird für ihn unter Umständen auch als Ursache in Frage kommen. Daher wird er vielleicht auch Fragen zum Herzen stellen, wie z. B.: Haben Sie schon einmal ein Herzengegefühl (Angina pectoris) gehabt? Oder einen Herzinfarkt? Wurde schon einmal eine Herzkatheteruntersuchung erwogen oder durchgeführt? Leiden Sie unter hohem Blutdruck? Rauchen Sie? Haben Sie zu hohe Fettwerte? Alle diese Fragen zielen auf eine mögliche Enge der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, KHK). Denn Beschwerden, die vom Herzen ausgehen, sind eine schwerwiegende Differentialdiagnose zur Refluxkrankheit.











