Schluckbeschwerden
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[bearbeiten] Was Schluckbeschwerden sind
Schluckbeschwerden sind je nach Entstehungsort und –mechanismus ganz unterschiedlich zu bewerten; es kommen viele Ursachen in Frage, von einem Divertikel über eine Entzündung der Speiseröhre, eine Achalasie, eine Verkrampfung der Muskulatur der Speiseröhre (Ösophagus) bis hin zu einem Krebs; dies ist nur eine Auswahl.
[bearbeiten] Was der Arzt fragen kann
Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wird Ihr Arzt Sie fragen:
- Wo verspüren Sie die Beschwerden beim Schlucken? Sind sie ganz oben, mehr in der Mitte oder ganz unten, praktisch vor dem Mageneingang? Manchmal kann man das ganz gut unterscheiden. Ein dickes Gefühl oben im Hals (Globusgefühl) kann die Gedanken in Richtung einer Raumforderung oder einer Verkrampfung des oberen Verschlussmechanismus der Speiseröhre lenken. Das Empfinden, dass nach dem Essen erst einmal alles im oberen Speiseröhrenbereich versackt und gleich wieder hoch auf die Zunge kommt, entsteht manchmal bei einem großen Zenker Divertikel. Wenn man angibt, die Speisebrocken sammelten sich schwer vor dem Magen, kann das auf eine Enge im Bereich des unteren Verschlussmechanismus der Speiseröhre lenken, wie es bei einer Achalasie, einer narbigen Enge bei chronischer Refluxkrankheit oder einem Speiseröhrenkrebs der Fall sein kann.
MERKE
Schluckbeschwerden sollten differenziert angegeben werden: oben, in der Mitte, unten, verbunden mit Refluxbeschwerden (saurem Aufstoßen, Sodbrennen, chronischem Husten).
- Haben Sie an Gewicht abgenommen? Wichtig sind die Angaben einer eventuellen Gewichtsabnahme, da daraus geschlossen werden kann, dass die Schluckbeschwerden schon zu einer Mangelernährung geführt haben können, oder weil eine Krebsgeschwulst die Ursache sein kann.
- Saß schon einmal ein Speisebrocken fest? Dies würde auf eine Enge in der Speiseröhre hindeuten, die allerdings sowohl funktionell durch eine Verkrampfung als auch organisch bedingt sein kann. Manchmal hört man: „Das ist mir schon häufiger passiert, dann musste ich etwas warten bis es weiter ging.“ Oder: „Ich kann eigentlich nur noch breiige oder flüssige Nahrung zu mir nehmen.“ Wenn zudem angegeben wird, dass das Gewicht abgenommen habe, dann ist unbedingt Handlung angezeigt: Ihr Arzt wird Sie, soweit nichts dagegen spricht, zu einer Endoskopie drängen.
- Haben Sie schon einmal Sodbrennen verspürt? Diese Frage zielt auf eine Refluxkrankheit, die Ursache einer Refluxösophagitis, narbiger Engen oder auch eines Ösophaguskarzinoms sein kann. Auch dann müsste rasch gespiegelt (endoskopiert) werden.
- Haben Sie gleichzeitig auch vermehrt Hustenreiz? Eine solche Angabe lenkt den Blick wieder auf eine Refluxkrankheit, die besonders nächtlich zu einer Reizung des Atemwegssystems führt und eine chronische Bronchitis verursacht.
- Haben Sie gleichzeitig einen trockenen Mund? Können Sie feste Speisen besser schlucken, wenn Sie dazu etwas trinken? Solch eine Kombination findet man beim Sjögren-Syndrom.
- Treten die Schluckbeschwerden auf, wenn Sie sich in Zeitnot oder unter psychischem Stress befinden? Dann kann auch eine nervöse Funktionsstörung vorliegen, und Sie sollten sich fürs Essen genügend Zeit und Muße nehmen.
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