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Retikulozyten - Kurzinfo

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Retikulozyten sind junge rote Blutkörperchen (Erythrozyten), die frisch aus dem Knochenmark in die Blutbahn entlassen werden. Sie haben noch Zellkernrest und fallen bei einer Spezialfärbung unter dem Mikroskop auf.

Normalerweise werden 1% der Erythrozyten pro Tag nachgebildet.

Werden zu wenige nachgebildet, fällt die relative Retikulozytenzahl ab, und es kommt zu einer Anämie. Dies zeigt eine Knochenmarksschwäche an und kann auf einem Eisenmangel, einem Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure oder einer Knochenmarkskrankheit (z. B. einem myelodysplastischen Syndrom) beruhen.

Steigt die realtive Rezikulozytenzahl deutlich an (Retikulozytose), so werden die roten Blutkörperchen vermehrt nachgebildet. Dies kann in der Folge einer Blutung auftreten oder als Folge einer vermehrten Bildung oder einer therapeutischen Zufuhr von Erythropoetin (einem in den Nieren gebildeten Hormon, das die Blutbildung anregt). Auch kann die Zufuhr von Eisen bei einer Eisenmangelanämie oder von Vitamin B12 bei einer Vitamin-B12-Mangelanämie (perniziöse Anämie) zu einer Retikulozytose führen.


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