Polyglobulie - Kurzinfo
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Polyglobulie bedeutet eine Vermehrung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Blut ohne gleichzeitige Vermehrung der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und der Thrombozyten (Blutplättchen). Sie entsteht physiologisch-adaptiv in großen Höhenlagen (Hochgebirge).
Ein Polyglobulie als pathologische Bedingung kommt vor bei Rauchern, bei Lungenkranken (wie z. B. beim Emphysem oder einer chronischen Bronchitis, COPD) und in der Folge von Tumorerkrankungen (paraneoplastisch) beispielsweise beim hypernephroiden Nierenzellkarzinom.
Eine Bluteindickung durch Austrocknung des Körpers (Exsikkose) kann ebenfalls zu einer Erhöhung der Zahl der Erythrozyten führen.
Eine Polyglobulie ist mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden.
