Mundgeruch sollte objektiviert werden. Überlegen Sie, ob er im Zusammenhang mit einem Problem im Zahnbereich, im Bereich der Nasennebenhöhlen oder mit einem Reflux aus dem Magen steht. Teilen Sie die Beobachtungen Ihrem Arzt mit.
Mundgeruch
Aus Krank-Gesund.de
Mundgeruch ist etwas, was man selbst nicht feststellen kann: die eigene Nase ist daran adaptiert. Umso peinlicher ist es, von anderen darauf angesprochen zu werden, oder zu merken, dass der Gesprächspartner versucht, diskret etwas Abstand zu halten. Dann wird man selbst auch vorsichtig und hält Abstand, vielleicht auch dann, wenn im Moment kein Mundgeruch vorliegt. Also: Mundgeruch verunsichert stark und schränkt sozial ein. Sie sind unbedingt auf eine Vertrauensperson angewiesen – und sei es der Arzt. Aber bevor der Patient zu ihm geht, putzt er sich die Zähne und übertüncht den vermeintlichen Geruch. Was soll dann der Arzt noch riechen! Sie sollten die Hemmung überwinden und ihm die Möglichkeit geben, sich selbst davon zu überzeugen. Er wird in jedem Fall einigen potentiellen Ursachen auf den Grund gehen wollen und vielleicht folgendes fragen:
- Putzen Sie sich regelmäßig die Zähne? Gehen sie regelmäßig zum Zahnarzt? Sind Sie in Paradontosebehandlung gewesen? Haben Sie schon mal versucht, den Zungengrund mit der Zahnbürste vorsichtig zu reinigen?
- Haben Sie eine Nasennebenhöhlenentzündung gehabt? Verspüren Sie morgens eine Schleimstraße im Rachen? Leiden Sie unter Kopfschmerzen? Sind Sie in halsnasenohrenärztlicher Betreuung?
- Verspüren Sie gelegentlich saures Aufstoßen? Müssen Sie oft rülpsen?
Je nach Antwort fokussiert sich das Problem in den Bereich des Zahnarztes, des Halsnasenohrenarztes oder des Gastroenterologen. Wenn der Zahnarzt und der Halsnasenohrenarzt sagen, dass in ihrem Bereich kein Befund vorliegt, der den Mundgeruch erklärt, kommt wohl eine Magenspiegelung in Frage, sofern nicht sowieso auch andere Symptome auf den Magen deuten.
