Lungenkrankheit - Kurzinfo
Aus Krank-Gesund.de
Lungenkrankheiten haben Auswirkungen auf den Gasaustausch (Sauerstoffaufnahme und CO2-Abgabe) und können alle - je nach Ausprägung- Atemnot hervorrufen. Sie beeinflussen auch den gesamten pH-Wert (Säuregrad) des Körpers und verursachen eine Herzbelastung vor allem des rechten Herzteils (Rechtsherzbelastung), die in eine Rechtsherzschwäche münden kann. Bei manchen Lungenkrankheiten kommt auch sehr hartnäckiger Husten zustande.
Folgende Lungenkrankheiten kommen häufiger vor:
- Lungenemphysem: Lungenüberblähung, kommt genetisch bedingt familiäre gehäuft vor und wird durch Asthma und andere chronisch obstruktive (das Bronchialsystem verengende) Lungenkrankheiten gefördert.
- Chronische Bronchitis und chronisch obstruktive Lungenkrankheit: Eine Entzündung der Atemwege der Lunge (Bronchitis) führt zu Husten, Schleimhautschwellung und damit einer Atemwegsverengung. Sie kann durch eine Neigung zu Verkrampfung der Atemmuskulatur verstärkt werden, so dass bei einer Bronchitis Atemnot auftreten kann. Sie neigt zu einer Chronifizierung. Durch die ständige Entzündung kommt es zu einer Zerstörung des Selbstreinigungsmechanismus und damit zu einem Schleim- und Eiterverhalt im Bronchialsystem - was die Entzündung im Teufelskreis verstärkt.
- Lungenentzündung (Pneumonie): sie ist erregerbedingt, wobei Bakterien, Viren, Mykoplasmen und Pilze eine Rolle spielen können. Gelegentlich kann eine aus heiterem Himmel aufgetretene Pneumonie auf eine Lungenembolie zurückzuführen sein (Infarktpneumonie).
- Lungenembolie: Sie kommt durch ein Blutgerinnsel zustande, das von einer Venenthrombose stammt (meist einer tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose).
- Lungentumor: Der Lungentumor wächst in seinen Anfängen symptomlos. Später macht er sich durch Einschränkung der Gasaustauschfläche, Einschmelzungen, Verlegung von Bronchien, Metastasen (Tochtergeschwülsten) oder durch Komplikationen (wie z. B. Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Thrombosen und Embolien, Anämie etc.) bemerkbar. Rauchen ist der häufigste Risikofaktor.
- Lungenfibrose: Hierbei handelt es sich um eine allmählich fortschreitende Bildung von Vernarbungen im Bindegewebe der Lunge, die dadurch immer starrer wird. Meist wird ein Auslöser nicht gefunden. Gelegentlich müssen Medikamente (z. B. Methotrexat) als Ursache angenommen werden.
