Lipase
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Die Lipase ist ein Fett verdauendes Enzym. Sie spaltet aus den Fetten die Fettsäuren ab. Die Lipase wird in einer inaktiven Form in der Bauchspeicheldrüse gebildet und in den Dünndarm abgegeben; erst dort wird sie durch Gallensäuren aktiviert.
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Indikationen zur Lipase-Bestimmung
Die Bestimmung der Lipase-Aktivität im Blut dient der Bauchspeicheldrüsendiagnostik. Bei einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung tritt Lipase vermehrt in Blut über. Sie ist Pankreas-spezifisch und daher zur Diagnostik und Überwachung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung besser geeignet als die Amylase, die auch aus den Speicheldrüsen des Mundraums stammt.
Referenzbereich
Der Normbereich ist von der Bestimmungsmethode abhängig. Bei den meisten Methoden wird eine Obergrenze im Bereich von 200 U/l angegeben.
Die Angaben zum Normbereich des Untersuchungslabors sind zu beachten.
Erhöhte Werte
- Pankreatitis: die Erhöhung der Lipase-Werte entspricht nicht der Ausprägung der Bauchspeicheldrüsenentzündung; eine chronische Pankreatitis kann im Spätstadium aufgrund eines Gewebsabbaus unter Umständen nur noch wenig Lipase bilden. Für eine akute Pankreatitis wird oft ein Überschreiten der 3fachen Obergrenze der Lipase angesetzt (so beispielsweise bei der Einstufung einer Pankreasreaktion nach ERCP als Pankreasreizung oder als Pankreasentzündung). Mit Hilfe der Lipase kann nicht unterschieden werden, welche Ursache der Pankreatitis zugrunde liegt (Gallensteine? Alkohol? Fette Mahlzeiten? Hormone? Medikamente?).
- Pankreasreizung z. B. nach einer ERCP (endoskopische Untersuchung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwege) oder bei einer Sphincter-Oddi-Dysfunktion schweren Grades (spastische Verkrampfung des Ausführgangs der Bauchspeicheldrüse): die vorübergehende Stauung des Bauchspeicheldrüsensekrets führt zu einem vermehrten Übertritt der Lipase ins Blut.
Erniedrigte Werte
Erniedrigte Werte haben diagnostisch keine Bedeutung.


