Leberzirrhose - Kurzinfo
Aus Krank-Gesund.de
Leberzirrhose bedeutet Narbenleber. Die Leber ist dabei derb und hart und bietet dem Blut, das sie durchströmen soll, einen hohen Widerstand.
Die Folgen einer Leberzirrhose sind eingreifend:
- Es kommt zu einem Blutstau in der Pfortader (portale Hypertension) mit der Folge der Entwicklung von Bauchwasser (Aszites) und eines Umwegskreislaufs. Dabei können die Blutgefäße in der Speiseröhrenwand (Ösophagus) prall werden (Ösophagusvarizen) und platzen; dies führt zu einer großen und lebensgefährlichen Blutung (Ösophagusvarizenblutung).
- Bei fortgeschrittener Leberzirrhose nimmt die Funktion der Leber ab, es kommt dann zu einem Mangel an Bluteiweißen, z. B. an Albumin und an Gerinnungsfaktoren (daher zunehmende Blutungsneigung); die Gallebildung nimmt ab mit der Folge von Gelbsucht und
- die Entgiftungsfunktion der Leber nimmt ab, so dass es zu einer allmählichen Vergiftung kommt, was beispielsweise an einer nachlassenden Hirnfunktion ([hepatische Enzepahlopathie]) erkennbar werden kann.
Eine Leberzirrhose entsteht durch chronische Entzündungsprozesse, wie sie beispielsweise durch eine chronische Hepatitis unterhalten wird.
Als Ursachen kommen in Betracht
- eine chronische Hepatitis B,
- eine chronische Hepatitis C,
- eine Autoimmunhepatitis,
- eine Fettleberhepatitis,
- eine chronische Stauungsleber oder
- ein chronischer Medikamentenschaden der Leber.
- chronische Entzündungen der Gallenwege in der Leber wie
- die PBC,
- die PSC und
- die Autoimmuncholangitis.
