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Kopfschmerz

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[bearbeiten] Allgemeines zu Kopfschmerzen

Unter Kopfschmerz leiden alle Menschen mehr oder weniger häufig. Da es außerordentlich viele Ursachen gibt, ist eine genaue Unterscheidung bezüglich Dauer, Lokalisation, Häufigkeit und Stärke erforderlich. Die sich daraus ableitenden verschiedenen Diagnosemöglichkeiten führen zu Nachfragen, die manchmal weit vom eigentlichen Kopfschmerz wegführen. Aber schließlich will man ja die Ursache behandeln und nicht nur das Symptom. Die wichtigsten Krankheiten, die zu Kopfschmerz führen können, finden Sie hier.

[bearbeiten] Fragen, die Ihr Arzt stellen könnte

Ihr Arzt wird folgende Fragen an Sie haben:

[bearbeiten] Einmalig oder öfter?

Kommen die Kopfschmerzen immer wieder vor, wenn ja wie oft? Ein erstmaliges Ereignis heftiger Kopfschmerzen, das in dieser Form noch nicht erlebt wurde, kann Ausdruck einer Blutung, eines akuten Gefäßprozesses (wie z. B. einer Sinusvenenthrombose) oder einer akuten Entzündung im Schädel, dem Gehirn oder den Hirnhäuten, sein. Auch kann eine Reizung der Hirnhäute („meningeale Reizung“) im Rahmen eines Infekts bisher nicht erlebte Kopfschmerzen verursachen. Gelegentliche Kopfschmerzen treten beispielsweise im Rahmen von Infekten (z. B. von Viruserkrankungen) auf und verschwinden dann wieder. Auch können eine Übermüdung, eine psychische Belastung zu Kopfschmerzen führen. Man muss an eine Medikamentennebenwirkung denken und den Beipackzettel studieren.

Häufiger auftretende Kopfschmerzen sind manchmal Hinweis auf eine fortbestehende Ursache, wie hoher Blutdruck. Ständige Kopfschmerzen deuten wieder auf andere Vorbedingungen, wie Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule oder Medikamentenunverträglichkeiten.

[bearbeiten] Mögliche Auslöser?

Wann bzw. in welchen Zusammenhängen treten gewöhnlich Kopfschmerzen auf? Diese Frage betrifft häufiger auftretende Kopfschmerzen. Es ist sinnvoll, die auslösenden Situationen genau zu beobachten und zu versuchen, Zusammenhänge selbst zu entdecken. Mögliche Antworten sind: Phasen einer starken körperlichen Belastung: dies kann dies auf ein Blutdruckproblem hindeuten.

Psychische Belastung, Hunger, Schlafmangel oder Schmerzmittelentzug: sie können zu Spannungskopfschmerz führen. Psychogene Schmerzsyndrome sind schwer zu diagnostizieren; daher ist der eindeutige Zusammenhang durch Selbstbeobachtung neben dem Ausschluss organischer Ursachen für die Diagnosestellung wichtig.

Wetterabhängigkeit kann beim Cluster-Kopfschmerz auftreten.

MERKE

Kopfschmerz kann viele Ursachen haben. Der Neurologe kann gefragt sein, aber auch der Allgemeinmediziner und Internist. Wer zuständig ist sollte durch die Fragen dieses Kapitels geklärt werden können. Eine Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute darf nicht übersehen werden.

[bearbeiten] Wo am Kopf lokalisiert?

Wo sind die Kopfschmerzen lokalisiert? Kopfschmerzen, die von hinten oder von vorne über den Schädel hoch strahlen, lassen auf eine Überempfindlichkeit oder Reizung von Kopfnerven schließen. So deuten Schmerzen über dem rechten und/oder linken Hinterkopf auf Verschleißerscheinungen der Halswirbelsäule, die den Nervendurchtritt einengen.

Rechts- bzw. linksseitige Stirnkopfschmerzen lenken die Aufmerksamkeit auf eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), besonders der Stirnhöhlen, aber auch auf die Zähne.

Über der Stirn und an der Schläfe wird bei der Arteriitis temporalis (Horton´sche Erkrankung) manchmal Schmerz angegeben. Halbseitiger Kopfschmerz findet sich beim Cluster-Kopfschmerz und bei der Migräne, ein den gesamten Hirnschädel einnehmender Schmerz beim Spannungskopfschmerz.

[bearbeiten] Charakter der Kopfschmerzen?

Pulsierend empfindet man häufig den Kopfschmerz bei Migräne, einer fieberhaften Erkrankung oder Bluthochdruck.

Ein persistierender dumpfer Druck oder ein Gefühl wie in einer Zwinge wird oft beim Spannungskopfschmerz beschrieben.

[bearbeiten] Begleiterscheinungen?

Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen kommen bei der Migräne vor.

Augenrötung, Tränenfluss, eine verstopfte Nase und Schwitzen im Gesicht finden sich beim Clusterkopfschmerz.

Augendruck bis starke Augenschmerzen und Augenrötung findet sich beim Glaukom.

Eine Einschränkung des Sehvermögens kann Hinweis auf ein Glaukom oder eine Arteriitis temporalis sein.

Lichtempfindlichkeit, Brechreiz und Nackensteife sind Zeichen einer Hirnhautreizung durch Entzündung (Meningitis) oder eine Blutung im Bereich der Hirnhäute (z. B. Subarachnoidalblutung).

Fieber ist fast immer ein Zeichen einer Infektion / Entzündung. Reizbarkeit und Unruhe können einer Migräne vorangehen.

Eine vorübergehende, völlig reversible Fehlfunktion des Gehirns (eigenartiges Empfinden des eigenen Körpers oder der Umwelt, Sprechschwierigkeit, Probleme bei Willkürbewegungen) findet sich im Sinne einer Aura manchmal bei Migräne.

[bearbeiten] Dauer der Kopfschmerzphasen?

Anhaltend sind Kopfschmerzen im Rahmen einer Hirnhautentzündung und einer Raumforderung im Hirnschädel. Auch hält Kopfschmerz, der durch eine Nasennebenhöhlenentzündung ausgelöst ist, so lange an, wie die Entzündung schwelt. Eine Arteriitis temporalis kann zunehmende Kopfschmerzen bereiten und muss dringlich diagnostiziert werden.

Minuten bis 3 Stunden dauern Anfälle von Cluster-Kopfschmerz.

Über 3 Stunden bis wenige Tage dauern Migräne-Anfälle. Auch Kopfschmerzen im Rahmen von Infekten können länger anhalten. Im Stundenbereich ist meist auch die Dauer von Medikamenten-bedingten Kopfschmerzen gelegen.

[bearbeiten] Ursachen von Kopfschmerz

Die wichtigsten Krankheiten, die zu Kopfschmerz führen können, finden Sie hier.







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