Kloßgefühle beim Schlucken können harmlos sein und bei Stress und hastigem Essen auftreten. Sie können aber auch eine Krankheit der Speiseröhre, eine allgemeine innere Erkrankung oder eine behandlungswürdige psychische Störung anzeigen. In jedem Fall sollten Sie Ihren Arzt informieren.
Kloßgefühl
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[bearbeiten] Kloßgefühle beim Schlucken
Wenn beim Schlucken bereits im Bereich der oberen Speiseröhre ein Gefühl entsteht, als ob der Happen oder Schluck stecken bleibt ("Globusgefühl"), kann es sich um folgende Bedingungen handeln:
- Es liegt eine Verkrampfung der Schlundmuskulatur oder der oberen Speiseröhre vor. Die Speiseröhre ist von Ringmuskulatur umgeben, die normalerweise das Geschluckte in den Magen "melkt". Wenn die Muskulatur nicht schluckphasengerecht öffnet, kommt es zu einem Stopp mit "Globusgefühl". Häufigste Ursache ist zu hastiges Essen. Die Verkrampfung löst sich meist von selbst wieder. Bei einer allgemeinen Neigung zu einer Speisröhrenverkrampfung wäre eine medikamentöse Beeinflussung zu erwägen.
- Es liegt ein Verschluss durch einen Speisebrocken vor. Solch ein Speisestück müsste endoskopisch entfernt werden. Die endoskopische Untersuchung hat zum Ziel (1.) die Sicherung der Ursache und eventuelle Entfernung des "Bolus" (der hängen gebliebenen Speisestücks) und (2.) die Klärung der Frage, warum der Speisebrocken hängen geblieben ist.
- Es liegt eine Störung der Speiseröhrenfunktion vor, wie sie beispielsweise im Rahmen von allgemeinen inneren Erkrankungen auftreten kann (wie beim Sjögren Syndrom oder der eosinophilen Ösophagitis).
- Es liegt eine Refluxkrankeit vor. Ein Kloßgefühl kann sich aus ausbilden, wenn ein ständiger Reiz durch hoch fließenden Magensaft besteht, so dass der Arzt wahrscheinlich auch an solch eine Ursache denkt.
- Es liegt eine Einengung der Speiseröhre von außen vor, beispielsweise durch eine vergrößerte Schilddrüse. Die Abklärung erfolgt zunächst in der Regel durch eineSchilddrüsensonographie, dann ggf. durch CT und Szintigraphie.
- Es liegt ein sog. "Zenker´sches Divertikel" vor. Diese taschenartige Ausbuchtung im oberen Teil der Speiseröhre kann sich mit Speise füllen und so das eigentliche Lumen einengen. In diesem Fall verspürt der Patient häufig ein Hochkommen von gerade Verschlucktem (Wiederkäuen, Rumination).
MERKE
[bearbeiten] Kloßgefühle bei psychischer Aufregung
Wenn man bei Angst oder sonstigen starken psychischen Belastungen ein Kloßgefühl im Hals bekommt, so ist dies eigentlich kein Krankheitszeichen, sondern in gewissem Sinne eine normale Körperreaktion. Damit muss dieses Gefühl an sich auch nicht behandelt werden. Aber wenn solche Gefühle viel zu häufig eintreten, sollte man schon darüber nachdenken, ob nicht eine ernsthaftere psychische Störung oder gar eine psychiatrische Krankheit zugrunde liegt, so dass eine entsprechende fachärztliche Untersuchung und Behandlung anzuraten wäre.
[bearbeiten] Fragen, die der Arzt stellen könnte
- Kloßgefühl häufiger? Bei psychischer Aufregung? Bei hastigem Essen? Geht Flüssiges durch? Löst sich das Gefühl nach wenigen Sekunden oder Minuten wieder oder bleibt es längere Zeit bestehen? Kommt Geschlucktes öfter rasch wieder in den Mund hoch? Haben Sie Sodbrennen? Sind sie sonst in ärztlicher Behandlung, z. B. wegen der Schilddrüse oder einer Lymphknotenerkrankung?
[bearbeiten] Verweise
- Dysphagie (Informationen für medizinisch Vorgebildete)
- Sodbrennen











