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Indirektes Bilirubin - Kurzinfo

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Indirektes Bilirubin ist ein gelber Blutfarbstoff, der dem abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin entstammt. Es ist nicht wasserlöslich und wird daher im Blut an Albumin gekoppelt zur Leber transportiert.

Eine Erhöhung seiner Konzentration im Serum findet sich bei

  • vermehrtem Bilirubinanfall vermehrter Bildung von Hämoglobin, wie sie beispielsweise bei einer Steigerung des Blutzerfalls (Hämolyse) stattfindet,
  • verminderter Leberleistung: wenn nämlich die Leberzellen ihre Aufgabe, das Bilirubin löslich und damit über die Galle ausscheidungsfähig zu machen (Bilirubinkonjugation) nicht nachkommen kann. Dies ist beispielsweise beim (relativ häufigen) Gilbert-Meulengracht-Syndrom oder den (sehr seltenen) Criggler-Najjar-Syndromen Typ I und II der Fall.

Eine verminderte Konjugation in der Leber ist kein Zeichen eines Gallestaus (Cholestase). Ein Gallestau verursacht nicht eine Erhöhung des indirekten Bilirubins sondern des wasserlöslichen, ausscheidungsfähig gemachten direkten Bilirubins.

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