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Hyperthyreose

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Hyperthyreose bedeutet Überfunktion der Schilddrüse.


Wie sich eine Hyperthyreose bemerkbar macht

Die Schilddrüsenüberfunktion macht sich bemerkbar durch verstärktes Schwitzen bei geröteter Haut, vermehrte Hitzeempfindlichkeit, Zittrigkeit, Leistungsverlust, Herzklopfen oder Herzrasen, Haarausfall und Gewichtsabnahme bemerkbar. Ein selteneres Symptom ist dünnflüssiger Durchfall.

Lebensbedrohliche Überfunktion

Wenn die Hyperthyreose akut und sehr stark auftritt, kann sie als thyreotoxische Krise lebensbedrohlich werden. Vor allem können starke Herzrhythmusstörungen mit Herzjagen (Tachykardie) und Durchfälle mit Austrocknung (Exsikkose) und Elektrolytverlust sowie hohes Fieber eintreten.

Wie sich eine Hyperthyreose sichern lässt

Unter den Laborwerten sind TSH und fT3 von diagnostischer Bedeutung. Zur Abklärung der Ursache kommen MAC und TRAC hinzu. Gelegentlich kann eine Hyperthyreose zu einer Hyperkalzämie führen, so dass Calcium mitbestimmt werden sollte.

Welche Ursachen einer Hyperthyreose zugrunde liegen können

Als Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion kommen hauptsächlich in Frage:

  • ein Morbus Basedow: dies ist eine Autoimmunkrankheit, bei der der Körper die Schilddrüse selbst mit Antikörpern angreift,
  • eine Hashimoto-Thyreoiditis, ebenfalls eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse, die von einer anfänglichen Hyperthyreose jedoch langsam in eine Unterfunktion (Hypothyreose) übergeht,
  • warme oder heiße Schilddrüsenknoten, die vermehrt Schilddrüsenhormone bilden,
  • Medikamente (z. B. Amiodaron, Lithium).

Wie eine Hyperthyreose erkannt wird

Die klinische Symptomatik einer vermehrten inneren Unruhe und Zittrigkeit, manchmal auch Durchfall und Haarausfall lassen an eine Hyperthyreose denken.

Zur Sicherung der Diagnose werden fT3 (erhöht) und TSH (erniedrigt) bestimmt.

Die Schilddrüsensonographie lässt erkennen, ob Knoten in der Schilddrüse vorliegen; wenn ja, erfolgt eine Schilddrüsenszintigraphie, um festzustellen, ob ein Knoten "warm" oder "heiß" ist, d.h. vermehrt Schilddrüsenhormone produziert.

Ist kein Knoten vorhanden, werden MAK, TAK und TRAK bestimmt, um eine autoimmune Schilddrüsenentzündung zu erkennen. Erhöhte MAK-werte findet man bei der Hashimoto-Thyreoiditis, in deren erster Phase eine Überfunktion auftreten kann. Bei erhöhten TRAK-werten liegt ein Morbus Basedow vor, der ständig zu hohe Schilddrüsenhormone produziert.

Wie man eine Hyperthyreose behandelt

Zur Behandlung werden Medikamente (z. B. Jod, Metimazol, Thiamazol) eingesetzt. Sie unterdrücken die Hormonbildung. Das Herzklopfen (Tachykardie) wird durch Beta-Blocker behandelt.

Als ursächliche Behandlung kommen eine Radiojodtherapie und eine Operation (Resektion der Schilddrüse, Thyreoidektomie) in geeigneten Fällen in Betracht.

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