Gamma-GT
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Die Gamma-Glutamyl-Transpeptidase (in der Routine abgekürzt als Gamma-GT oder GGT) findet sich in vielen Organen und Geweben des Körpers; sie dient dem Schutz der Zellmembranen und der Synthese von Entzündungsmediatoren (Interleukinen).
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Diagnostische Bedeutung der Gamma-GT
Die Aktivität der Gamma-GT im Blut ist speziell in der Diagnostik von Leberkrankheiten und des [Alkoholabusus bedeutsam.
Sie kann helfen, eine Erhöhung der alkalischen Phosphatase einer Leber- oder einer Knochenkrankheit zuzuordnen. Bei einer Gelbsucht kann die Gamma-GT helfen, eine ursächliche Beteiligung der Gallenwege oder eine primäre Erkrankung des Lebergewebes zu differenzieren; im ersten Fall ist die Gamma-GT sehr viel höher als die Transaminasen, im zweiten meist niedriger.
Übermäßiger Alkoholkonsum sowie einige Medikamente erhöhen die Gamma-GT-Aktivität im Blut auch ohne Nachweis einer Leberkrankheit und ohne Erhöhung anderer Leberparameter. Durch Alkohol bedingte Leberkrankheiten haben meist eine deutlich höhere Gamma-GT-Aktivität als Leberkrankheiten, die nicht durch Alkohol oder eine Gallenwegserkrankung bedingt sind.
Bei etwa ¼ der Menschen mit isoliert erhöhter Gamma-GT lässt sich keine Ursache - eine Krankheit, Alkohol oder Medikamente - finden.
Referenzbereiche
Die Normebereiche sind alters- und geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Männer: 12 bis 18 Jahre < 48 U/l Über 18 Jahre < 55 U/l Frauen: 12 bis 18 Jahre < 35 U/l Über 18 Jahre < 38 U/l
Bitte beachten: Die Normbereiche können von Labor zu Labor unterschiedlich sein.
Erhöhte Werte
Erhöhte Gamma-GT-Werte finden sich bei vielen Krankheiten.
- Alkoholkonsum (unterschiedliche Empfindlichkeit bei einzelnen Menschen),
- Medikamente, die in der Leber verstoffwechselt werden, können zu einer Gamma-GT-Erhöhung führen (Beispiele: Barbiturate, Phenytoin); die Erhöhung kann durch Enzyminduktion zustande kommen oder auch einen Medikamentenschaden der Leber anzeigen,
- alkoholische Leberschäden (wie alkoholische Fettleber oder alkoholische Leberzirrhose),
- Krankheiten, die mit einem Gallestau einhergehen (Cholestase), dazu gehören die Galleabflusshindernisse (z. B. durch Gallensteine, einen Tumor oder eine Bauchspeicheldrüsenkrankheit) sowie in der Leber gelegene Abflusshindernisse (z. B. bei der primär biliären Zirrhose (PBC) oder der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC)),
- Entzündungen der Gallenwege (Cholangitis),
Erniedrigte Werte
Erniedrigte Gamma-GT-Werte haben meist keine diagnostische Wertigkeit.


