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Ferritin

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Ferritin ist ein Speichermolekül für Eisen im Körper. Es kommt hauptsächlich in Leber, Milz und Knochen vor. Die Ferritinkonzentration im Blut korreliert mit dem Gesamteisengehalt des Körpers. Bei einer Blutarmut wegen Eisenmangels ist Ferritin erniedrigt. Umgekehrt besagt ein erniedrigter Wert bei einer Anämie, dass ein Eisenmangel ursächlich beteiligt ist.

Indikation zur Bestimmung von Ferritin im Blut

  • Abklärung einer Anämie,
  • Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Eisenüberladung des Körpers.

Ferritin ist ein Akute-Phase-Protein und reagiert bei Entzündungen im Körper unspezifisch mit einem Anstieg.

Referenzbereich

Die Normbereiche sinken nach der Geburt von relativ hohen Werten (bis über 600) auf (μg/l)

  • bis 15 J: 142
  • Frauen bis 50 J: 112
  • Männer bis 50J: 310
  • Männer und Frauen über 50J: allmählicher Anstieg bis über 600.

Bitte beachten: die verschiedenen Labore können unterschiedliche Normbereiche angeben.


Erhöhte Werte

Finden sich bei Entzündungen von ferritin-reichen Organen wie Leber, Milz und Knochenmark.

  • Hämochromatose,
  • Tumorerkrankung (Tumorferritin),
  • akute Entzündungen,
  • Morbus Gaucher,

Erniedrigte Werte

Erniedrigte Werte sind beweisend für einen Eisenmangel. Sie kommen vor bei

  • Eisenverlust durch Blutung, Menstruation,
  • mangelnder Eisenzufuhr bei Mangelernährung,
  • Eisenaufnahme-Störung: Durchfall, Zöliackie (Sprue),
  • erhöhtem Eisenbedarf: Schwangerschaft, Wachstum,
  • Tranferrin-Mangel.

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