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Erythrozyten

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Erythrozyten sind rote Blutkörperchen, die den roten Blutfarbstoff Hämoglobin enthalten. Sie erfüllen die Aufgabe, Sauerstoff zu binden und zu transportieren. Ein Mangel an Erythrozyten bedeutet daher eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Körpers oder einzelner Organe.

Die Vorstufen der Erythrozyten werden im Knochenmark gebildet und enthalten noch Zellkerne, die sie bei ihrer Reifung verlieren. Junge Erythrozyten im Blut werden als Retikulozyten bezeichnet und enthalten noch Kernreste.

Im peripheren Blut haben Erythrozyten eine Lebensdauer von etwa 100 - 110 Tagen. Sie zerfallen und werden von Fresszellen der Milz aus der Blutbahn entfernt. Das dabei frei werdende Hämoglobin wird zum gelben Blutfarbstoff Bilirubin abgebaut.

Was die Normgrenzen sind

Der Normbereich (in Millionen roter Blutkörperchen pro Mikroliter Blut) liegt

  • für Frauen zwischen 4,1 - 5,1
  • für Männer zwischen 4,5 - 5,9

Was ein erhöhter Erythrozytenwert aussagt

Erhöhte Erythrozytenwerte lassen denken an:

  • Flüssigkeitsmangel (Durst, starker Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen, über große Wundflächen, bei einer Durchfallkrankheit etc.)
  • vermehrter Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark (z. B. in großen Höhen, durch EPO-Doping, durch Sauerstoffmangel bei Lungenkrankheiten, bei einer vermehrten Bildung im Knochenmark (Polyglobulie und Polyzythämie).

Ist das Blut eingedickt, so können sich Blutgerinnsel (Thrombose, Embolie) bilden.

Was ein erniedrigter Erythrozytenwert aussagt

Ein erniedrigter Wert für Erythrozyten bedeutet Blutarmut (Anämie). Je nach Größe und Hämoglobingehalt werden verschiedene Formen unterschieden:

  • Eine häufige Form der Anämie ist die durch Eisenmangel. Ursache ist meist ein Blutverlust. Die roten Blutkörperchen sind dabei zu klein (Mikrozytose, zu niedriges MCV) und tragen zu wenig Hämoglobin (zu geringes MCH).
  • Eine seltenere Form ist diejenige mit zu großen roten Blutkörperchen (Makrozytose, erhöhtes MCV), die zudem auch zuviel Hämoglobin tragen (erhöhtes MCH). Sie kommt meist durch einen Mangel an Vitamin B12 zustande (hyperchrome makrozytäre Anämie, Morbus Biermer).

Klinische Zeichen einer Anämie sind eine Abnahme der Leistungsfähigkeit, frühzeitige Atemnot bei Belastungen und Müdigkeit.

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