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Eisen

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Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement für den Menschen. Vor allem in der Blutbildung wird es zur Synthese des Sauerstoff bindenden Hämoglobins benötigt. Weiterhin ist es essentieller Bestandteil vieler Enzyme im Körper. Es gibt keinen Mechanismus zur Eisenausscheidung. Der Bedarf an Eisen erfolgt ausschließlich durch eine Regelung der Eisenaufnahme im Darm.

Der größte Teil des Eisens im Körper wird wieder verwertet. Um den täglichen geringen Verlust (vor allem durch Mikroblutungen) zu kompensieren, müssen etwa 10 – 15 mg Eisen täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Reichhaltig ist Eisen in Fleisch, Leber, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot enthalten. Besonders Frauen vor den Wechseljahren sollten auf adäquate Eisenaufnahme achten. Zu hohe Eisenkonzentrationen wirken allerdings schädlich!

Die Eisenwerte im Blut schwanken über den Tag relativ stark, so dass die Bestimmung des Eisens alleine nicht ausreicht, um den Status der Eisenversorgung des Körpers zu beurteilen. Hilfreich in dieser Beziehung sind das Ferritin und ggf. die Transferrinsättigung.


Wozu Eisen bestimmt wird

Eisen wird bestimmt

  • zur Feststellung einer akuten Eisenintoxikation,
  • im Rahmen eines Eisenresorptionstests (z. B. gestörte Eisenresorption als Ursache der Anämie bei einer Sprue (Coeliakie)),
  • als Parameter zur Berechnung der Transferrinsättigung.

Normbereich für Eisen

Die Normbereiche variieren mit der Tageszeit und mit Alter und Geschlecht. Daher sind die Angaben nur im Zusammenhang mit anderen Eisenparametern (Ferritin und Transferrinsättigung zu werten. Im Groben liegt der Normbereich für Frauen bei 25-130 μg/dl bzw. 4 - 25.0 μmol/l und für Männer 35-150 μg/dl bzw. 6 - 28 μmol/l.

Was erhöhte Werte besagen

Erhöhte Eisenwerte weisen auf einen Eisenüberschuss oder eine Verteilungsstörung von Eisen im Körper hin. Es muss an eine Hämochromatose gedacht werden, eine Eisenspeicherkrankheit mit Eisenüberladung des Körpers mit besonderer Symptomatik durch Einbeziehung von Leber, Bauchspeicheldrüse, Herz und Gelenken.

Daneben gibt es seltenere Ursachen wie eine akute Leberentzündung (Hepatitis), Blutzerfall (Hämolyse), Muskelquetschung oder zu viele Bluttransfusionen.

Was erniedrigte Werte besagen

Erniedrigte Eisenwerte weisen auf einen Eisenmangel im Körper hin; sie sind jedoch erst im Zusammenhang mit weiteren Parametern wie Ferritin und ggf. der Transferrinsättigung aussagekräftig. Fehlt dem Organismus Eisen, so ist die Blutbildung beeinträchtigt, was zu einer Blutarmut (Anämie) mit Leistungsabfall, Müdigkeit und Atemnot bei Belastung führt.

Ursachen erniedrigter Eisenwerte können sein

  • chronische Blutung: Menstruation, innere Sickerblutung,
  • erhöhter Eisenbedarf: Schwangerschaft, Wachstum, nach großem Blutverlust,
  • gestörte Eisenaufnahme: Durchfall, Darmerkrankung, nach Operation am Magen/Darm, Mangelernährung,
  • Infektionen und chronische Entzündungen: z.B. bei rheumatischen Erkrankungen,
  • Tumor: mit Ausbildung einer Tumoranämie.

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