Direktes Bilirubin - Kurzinfo
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Direktes Bilirubin bedeutet wasserlösliches Bilirubin, welches im Gegensatz zum nicht wasserlöslichen, indirekten Bilirubin direkt mit einem Nachweisreagenz reagieren kann.
Bilirubin ist das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Zunächst entsteht das wasserunlösliche indirekte Bilirubin, anschließend in der Leber das wasserlösliche direkte. Durch die Wasserlöslichkeit wird Bilirubin über die Galle ausscheidungsfähig. Die Konzentration von direktem Bilirubin übersteigt die des indirektem normalerweise deutlich.
Eine Erhöhung der Konzentration von direktem Bilirubin im Serum findet sich bei Krankheiten mit Gelbsucht bei Gallestau (Cholestase). Der Anteil von direktem Bilirubin am gesamten Bilirubin ist in diesen Fällen weit über 50%. Liegt er unter 50% überwiegt das "indirekte Bilirubin", was für eine Hämolyse (vermehrten Blutzerfall) spricht.
Eine Aufschlüsselung der Erkrankungen, die mit Gelbsucht und erhöhtem direkten Bilirubin einhergehen, findet sich unter hier.
Auch bei einem Meulengracht-Syndrom liegt das direkte Bilirubin unter 50%; es überwiegt das indirekte Bilirubin. Beim Criggler-Najjar-Syndrom liegt das Bilirubin sehr weit unter 50%, beim Typ 1 wird es sogar gar nicht gebildet.
