Diastolischer Blutdruck
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Blutdruck ist der Druck im arteriellen Gefäßsystem des Körpers. Es werden in der Regel zwei Werte angegeben, einen oberen, den systolischen Blutdruckwert, und einen unteren, den diastolischen Blutdruckwert.
Der diastolische Blutdruck ist der Messwert, der zustande kommt, indem man die am Oberarm aufgepumpte Blutdruckmanschette langsam entleert, bis das Strömungsgeräusch in der Ellenbeuge, das zunächst hörbar wird, wieder verschwindet. Der Messwert, ab dem das Geräusch verschwindet, gilt als diastolischer Wert.
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Erhöhter Wert
Erhöhte diastolische Werte weisen auf einen erhöhten Gefäßwiderstand in der Peripherie des Blutgefäßsystems hin. Sie sind verdächtig auf das Vorliegen einer Schädigung kleinster Blutgefäße (Mikroangiopathie) bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder eine Nierenkrankheit.
Erniedrigter Wert
Meist liegt der diastolische Wert höher als die Hälfte des systolischen Werts. Ist er deutlich tiefer, so ist vor allem an 2 Ursachen zu denken:
- eine Hyperthyreose: bei ihr kommt es zu einer vorwiegenden systolischen Blutdruckerhöhung, während der diastolische Wert etwa im normalen Bereich bleibt.
- eine Undichtigkeit der Aortenklappe (Aorteninsuffizienz). Dies ist die Klappe, die verhindert, dass Blut aus der großen Körperschlagader (Aorta) während der Diastole (Phase der neuerlichen Ausdehnung und Füllung der Herzkammern nach einer Kontraktion) in die linke Hauptkammer zurückfließt.
Referenzbereich
Die diastolische Untergrenze (in mm Hg) wird folgendermaßen eingeteilt:
- optimal unter 80
- normal bei 80-84
- hoch normal 85-89
- Hypertonie Grad 1 bei 90-99
- Hypertonie Grad 2 100-109
- Hypertonie Grad 3 überschreitet 109.


