Darmpolyp - Kurzinfo
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Als Darmpolypen werden Schleimhautwucherungen bezeichnet. Sie können endoskopisch (durch eine Spiegelung) gut erkannt werden. Mit zunehmendem Alter treten sie immer häufiger auf und sind besonders im Dickdarm lokalisiert. Aus sporadisch entstehenden kleinen knospenartigen Erhabenheiten werden durch allmähliches Wachstum größere Polypen, die entweder breit der Schleimhaut aufsitzen oder gestielt ins Lumen vorwachsen. Da sie zu Darmkrebs entarten können, sollten sie gesucht und entfernt werden. Menschen mit familiärer Darmkrebs-Belastung sollten sich bereits 10 Jahre vor dem Alter untersuchen lassen, in dem bei Blutsverwandten Darmkrebs entdeckt wurde. Ansonsten wird eine Vorsorge ab dem 55-sten Lebensjahr empfohlen.
Die Diagnostik von Darmpolypen und ihre Vorsorge erfolgt am besten durch eine Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie, Vorsorgekoloskopie). Wenn eine Spiegelung nicht möglich ist, was bei Verwachsungen im Bauchraum gelegentlich vorkommt, so kann auch eine Röntgenuntersuchung (z. B. CT-Kolonographie, virtuelle Koloskopie) durchgeführt werden - ohne allerdings der Möglichkeit einer Gewebeprobenentnahme.
In seltenen Fällen besteht eine erbliche Anlage zu Darmpolypen, die schon in jungem Alter auftreten und den gesamten Dickdarm befallen. Dies wird als familiäre adenomatöse Polyposis (kurz FAP) bezeichnet. Da bei ihr ein extrem hohes Risiko für Darmkrebs besteht, wird meist frühzeitig die Indikation für eine vollständige Entfernung des Dickdarms (totale Kolektomie) gestellt. Die Veranlagung zu einer FAP wird heute durch molekulargenetische Methoden gesichert.
