Colitis ulcerosa - Kurzinfo
Aus Krank-Gesund.de
Die Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündung des Dickdarms, die zu blutigen Durchfällen führen kann. Sie neigt zu immer neuem Aufflackern. Die Ursache ist genetisch begründet; sie führt zu einer Fehlleitung des Immunsystems auf Strukturen des eigenen Körpers: Es greift in diesem Fall fälschlicherweise den eigenen Dickdarm an (siehe Autoimmunkrankheit).
Ob und wann die Entzündung ausbricht, hängt von vielen Faktoren ab. Eine Rolle können dabei Stress und Darminfektionen spielen.
Die Krankheit wird medikamentös behandelt (5-ASA, Azathioprin, Kortisonpräparate, Infliximab) und ist bei frühzeitiger und ausreichender Behandlung oft gut beherrschbar. Ziel der Therapie ist es, die Darmschleimhaut möglichst vollständig zu normalisieren. Dies ist der beste Schutz vor einem Wiederaufflackern der Entzündung (Relaps).
Wenn die Behandlung unzureichend anschlägt, kann sich die Schleimhaut des Dickdarms chronisch narbig verändern; das Darmrohr wird starr; die Durchfälle werden kaum noch beherrschbar.
Eine wichtige Komplikation der Colitis ulcerosa ist der ständige Blutverlust. Auch kleine Mengen, die im Stuhl nicht sichtbar sind, können zu Eisenmangel und Blutarmut (Anämie) führen. Auch gibt es außerhalb des Darms Krankheitszeichen, die erst in Kenntnis der Kolitis-Diagnose richtig gedeutet werden können. Dazu gehören Gelenkbeschwerden, Hauterscheinungen und Leberwerterhöhungen.
Nach mehrjähriger Laufzeit steigt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, deutlich an.
In besonderen Fällen kann die Indikation zur operativen Entfernung des Dickdarms (Kolektomie) gegeben sein. Dazu gehören der chronische Verlauf mit erhöhtem Darmkrebsrisiko oder eine hochakute Entzündung mit Blutvergiftung (Sepsis) und / oder starkem Blutverlust, die auf Medikamente nicht anspricht.
