Blähungsbeschwerden
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Der Begriff „Blähungen“ bezeichnet ein Aufgeblähtsein des Leibs durch Darmgase (Meteorismus). Meist ist dies mit unangenehmen Druckgefühl, einem gespannten Bauch, dem Gefühl zu enger Kleidung oder regelrechten Bauchschmerzen verbunden.
Blähungen kommen vor bei
- normalem Stuhlgang,
- Verstopfung, insbesondere bei Darmträgheit, was besonders häufig zu einem schmerzhaften Gefühl des Aufgeblähtseins im Oberbauch führt, und
- Durchfällen, wobei manchmal Darmkrämpfe zu Bauchschmerzen führen.
Ob Blähungen zu Bauchschmerzen führen, hängt von der individuellen Schmerzempfindlichkeit ab. Menschen mit einem Reizdarmsyndrom haben eine besonders niedrige Schmerzschwelle.
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Wie Blähungsbeschwerden zustande kommen
Da die Blähungen durch Darmgase im Dickdarm zustande kommen, sind die Beschwerden in den Verlauf des Dickdarms gebunden. Sie können überall dort auftreten, wo sich Darmgase sammeln. Meist ist dies im Querdarm (Colon transversum) oder im rechten aufsteigenden Teil des Dickdarms (Colon ascendens) der Fall. Blähungsbeschwerden werden daher meist quer über den Oberbauch ziehend oder im rechten Bauchraum beschrieben. Sie können jedoch wegen des variablen Verlaufs des Dickdarms überall im Bauchraum auftreten.
Besonders intensiv können Blähungsbeschwerden werden, wenn die Darmgase durch ein Passagehindernis stocken, wie dies bei Verwachsungen im Bauch, z. B. nach Operationen oder Entzündungen des Darms, z. B. bei einer Divertikulitis, auftreten kann (mehr dazu siehe unter hier). Auch kann Darmkrebs zu einer Passagestörung führen.
Was auf Blähungen als Ursache von Bauchbeschwerden hinweist
Typisch ist die Angabe Betroffener, dass die Bauchschmerzen
- etwa 1/2 - 1 Stunde nach Mahlzeiten beginnen oder sich verstärken,
- von bestimmten Nahrungsbestandteilen (Gemüsen, Bohnen etc.) abhängen,
- mit dem Gefühl einer Bauchschwellung (besonders im Oberbauch und zu enger Kleider oder eines zu engen Gürtels verbunden sind,
- nachmittags und abends stärker ausgeprägt sind als morgens,
- nach Stuhlgang oder Ablassen von Darmgasen besser werden (was aber nicht immer der Fall sein muss).
Geschluckte Luft im Magen kann ebenfalls Druckgefühle im Oberbauch und ein Gefühl zu enger Kleidung hervorrufen. Die Beschwerden entstehen jedoch nicht erst nach etwa 1/2 bis 1 Stunde nach Mahlzeiten sondern direkt beim Essen, und sie bessern sich durch "Aufstoßen".
Was gegen Blähungsbeschwerden getan werden kann
Die Behandlung besteht meist in
- Weglassen der Nahrungsmittel, die Blähungen hervorrufen,
- einer guten Stuhlgangsregulierung, so vermehrter Flüssigkeitszufuhr (so sie vom Kreislauf vertragen wird), biologischen Hilfsmitteln, wie Sauerkrautsaft, Weizenkleie oder Backpflaumen, der Vermeidung von Stopfendem, so von Medikamenten, die die Darmträgheit verstärken, ggf. auch Laxantien, und
- vermehrter körperlicher Bewegung, die hilft, Knickstellen im Darm zu überwinden.
Woran unbedingt gedacht werden muss
Je nach Alter, Entwicklung des Beschwerdebilds, Vorgeschichte und Begleiterkrankungen sollte an den Ausschluss ernster Krankheiten gedacht werden: Laborwerte? Wann war die letzte Dickdarmspiegelung?
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Verwachsungsbeschwerden
- eDOC Bauchschmerzen: Hilfe zur Selbstdiagnose
- Reizdarmsyndrom


