Hyperthyreose: Überfunktion der Schilddrüse, dabei sind auch Durchfälle möglich. Weitere Symptome: Haarausfall, Zittrigkeit, Gewichtsabnahme.
Blähungen
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[bearbeiten] Was Blähungen sind
Blähungen sind Gase, die im Dickdarm erst entstehen, nicht Luft, die aus dem Magen kommt (siehe unter Luftschlucken).
Blähungen können im sozialen Umgang durch den Drang, sie abzulassen, arg stören, vor allem, wenn sie gerade einmal nicht gehalten werden können und darüber hinaus vielleicht auch noch stark riechen. Sie können aber auch zu erhebliche Bauchbeschwerden führen.
[bearbeiten] Wodurch Blähungen entstehen
Wenn der Nahrungsbrei nicht voll aufgeschlossen und im Dünndarm nicht bereits weitgehend resorbiert wird, kommt Unverdautes in den Dickdarm, in dem die dort ansässigen Bakterien die weitere Verdauung übernehmen, allerdings unter Bildung von Gasen. Jeder Mensch bildet in gewissem Maße Gase, die aber von der Schleimhaut des Dickdarms resorbiert werden. Sie gelangen in die Blutbahn und werden durch Gasaustausch in den Lungen „abgeraucht“.
Blähungen, die den Leib auftreiben und Beschwerden hervorrufen, entstehen durch übermäßig viel Darmgase, so dass die Resorptionsfähigkeit der Dickdarmschleimhaut überschritten wird.
Entweder gelangt zuviel Unverdautes zum Dickdarm, oder die Darmgase sind in kleinen Bläschen (Schaum) gefangen und gelangen nicht an die Schleimhaut, so dass sie dort gar nicht resorbiert werden können. Im Falle solcher Schaumbildungen kann ein Entschäumer (es gibt einige Medikamente, die dies leisten), helfen; aber nicht jede Blähung ist durch Schaum verursacht - und also helfen Entschäumer auch nicht immer.
[bearbeiten] Welche Ursachen in Betracht kommen
In jedem Fall muss gefragt werden, was zu einer eventuell vermehrten Darmgasbildung veranlasst. Es kommen folgende Überlegungen ins Spiel:
- Verdauungsinsuffizienz Hierzu zählt beispielsweise eine Krankheit der Bauchspeicheldrüse, beispielsweise eine chronische Pankreatitis, eine Krankheit des Dünndarms, wie eine Sprue, eine Stoffwechselanomalie der Verdauung, wie ein definierter Enzymmangel, z. B. ein Laktasemangel (sie führt zu einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), eine Krankheit mit Auswirkung auf den Gallenfluss oder eine bakterielle Übersiedlung des Dünndarms.
- Beschleunigte Dünndarmpassage In diesem Fall kann nicht genügend Zeit für die Verdauung und Resorption der Nahrungsbestandteile existieren. Solch eine beschleunigte Passage kann beispielsweise bedingt sein
- durch Infekten (z. B. einer Enteritis),
- durch Medikamente (dazu sollte der Beipackzettel studiert werden),
- durch Hormone (z. B. durch die Schilddrüsenhormone Thyroxin bzw. Trijodthyronin bei einer Hyperthyreose).
- durch eine zu kurze Verweilzeit im Dünndarm, z. B. nach einer operativen Verkürzung (siehe unter Kurzdarmsyndrom). In der Regel ist eine verkürzte Dünndarmpassagezeit mit Durchfall (Diarrhö) verbunden.
Kurzdarmsyndrom: Dürchfälle bei zu kurzem Dünndarm (nach operativer Entfernung eines großen Teilstücks). Dabei zu kurze Passagezeit des Speisebreis, zu kurze Zeit für Verdauung und Aufnahme der Verdauungsprodukte durch die Darmwand. Folge ist eine Mangelernährung.
- Nahrungsmittelunverträglichkeit: Die verschiedensten Nahrungsmittel können zu einer Unverträglichkeitsreaktion führen. Am besten bekommt man das heraus, indem man einen Auslassversuch macht und abwartet, ob sich die Beschwerden bessern. Es lohnt sich beispielsweise gezielt alles wegzulassen, was Milchzucker enthält; es könnte eine nicht so seltene Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) vorliegen. Auch Gemüse, insbesondere Kohlarten, wären probeweise zu vermeiden, und vieles andere mehr.
- Nahrungsmittelallergie: Eine allergische Reaktion auf Nahrungsmittel als Ursache auf dünne Stühle und Blähungen kann dann vermutet werden, wenn auch andere Allergien bekannt sind (allgemeine allergische Reaktionsbereitschaft). Um eine echte Nahrungsmittelallergie zu diagnostizieren, benötigt Ihr Arzt dann aufwändige Untersuchungen wie eine IgE-Bestimmung, ein Differentialblutbild (auf eosinophile Granulozyten) und einen RAST-Test.
Eine weiter Diagnose kommt ins Spiel, wenn zu Blähungen auch Darmgrimmen oder gar kolikartige Bauchschmerzen und dünne Stühle kommen: das Reizdarmsyndrom.
[bearbeiten] Was Ihr Arzt fragen könnte
Zur Abklärung dieser verschiedenen Möglichkeiten werden vielleicht folgende Frage gestellt:
- Kommt es nach Milchgenuss zu Blähungen?
- Kommt es mit Blähungen auch zu dünnen Stühlen?
- Gibt es besondere Nahrungsbestandteile, auf die Ihr Darm mit Blähungen reagiert?
- Sind Sie allergisch veranlagt? Haben Sie Heuschnupfen? Asthma?
- Sind Sie am Darm operiert worden?
- Ist bei Ihnen ein Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bekannt?











