Bilirubin - Kurzinfo
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Bilirubin ist der gelbe Gallefarbstoff, der durch einen Abbau des Hämoglobins, des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) entsteht. Es wird durch die Leber ausgeschieden. Das im Blut vorliegende Bilirubin besteht aus dem "indirekten Bilirubin", das wasserunlöslich ist, und aus dem "direkten, konjugierten Bilirubin", das von der Leber wasserlöslich gemacht worden ist und damit in die Galle ausgeschieden werden kann.
Ist die Ausscheidung in die Galle behindert, kommt es zu einem Gallestau im Körper (Cholestase) und zu einer Gelbsucht (Ikterus).
Ein Anstieg der Bilirubinkonzentration im Blut kann bedingt sein durch
- übermäßigen Anfall von Bilirubin bei einem Blutzerfall (Hämolyse) (dabei fällt indirektes Bilirubin an),
- eine Störung der Leber, Galle zu bilden oder auszuscheiden oder nur Bilirubin auszuscheiden.
Ursachen einer Störung der Ausscheidung von Bilirubin in die Galle können sein:
- ein Gallestau (Cholestase) aus vielen Ursachen, dazu gehören auch
- ein mechanisches Abflusshindernis der Galle in den Gallenwegen, z. B. durch Tumore, die auf den Gallengang drücken, Gallensteine im Gallengang oder einen Prozess in der Bauchspeicheldrüse, durch die der Gallengang verläuft (wie einer Pankreatitis oder ein Pankreaskarzinom).
- eine Störung der Leberzellen, Galle bzw. Bilirubin auszuscheiden, beispielsweise bei einer Leberentzündung (Hepatitis), einer Schädigung der Leber durch Medikamente und durch Fremdstoffe (z. B. durch Chemikalien oder Pilze),
- eine fortgeschrittene Narbenleber (Leberzirrhose)
- eine angeborene Stoffwechselstörung des Bilirubins in der Leber (wie das Gilbert-Meulengracht-Syndrom, das Rotor-Syndrom, das Dubin-Johnson-Syndrom oder das Criggler-Najjar-Syndrom (Typ I oder II).
