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Albumin

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Albumin ist das quantitativ bedeutendste Eiweiß der Blutflüssigkeit. Es wird in der Leber gebildet, wobei seine Synthese durch die Albuminkonzentration im Blut reguliert wird. In Phasen mangelnder Eiweißernährung und bei akuten Entzündungen wird die Synthese gebremst, durch Anabolika und Schilddrüsenhormone gesteigert. Seine Hauptfunktionen sind die Aufrechterhaltung des Blutvolumens durch Verhinderung dient dazu, über seine hohe Wasserbindungsfähigkeit Flüssigkeit im Gefäßsystem zu halten und schwer lösliche Moleküle zu transportieren. Albuminmangel führt zu Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) und zu Bauchwassersucht (Aszites).

Albumin kann im Serum direkt bestimmt werden. Es kann jedoch auch aus dem „Gesamteiweiß“ und den Relationen der Eiweiße in der Elektrophorese, in der das Albumin meist den vorangehenden und größten Peak darstellt, errechnet werden.

Für die Bestimmung und Interpretation der Albuminwerte ist es wichtig zu berücksichtigen, dass die Konzentration im Serum schon eine halbe Stunde nach dem Hinlegen um über 10-15% sinkt.

Referenzbereiche

Die Grenzen des Normbereichs ändern sich mit zunehmendem Alter.

  • Erwachsene bis 60.LJ: 3,5 - 5,3 g/dl bzw. 35 - 53 g/l
  • Erwachsene über 70.LJ: 3,4 - 4,8 g/dl bzw. 34 - 48 g/l
  • Erwachsene über 80.LJ: 3,1 - 4,5 g/dl bzw. 31 - 45 g/l
  • Erwachsene über 80.LJ: 3,0 - 4,5 g/dl bzw. 30 - 45 g/l

Verschiedene Labore geben gering unterschiedliche Normgrenzen an: bitte beachten!

Erhöhter Wert

Eine erhöhte Albuminkonzentration im Serum kann Hinweis auf eine Austrocknung durch Flüssigkeitsmangel (Exsikkose) sein. Zu berücksichtigen ist, dass eine geringe Hyperalbuminämie bei langem Stehen eintreten kann, die nach Hinlegen verschwindet (s.o.).

Erniedigter Wert

Eine erniedrigte Albuminkonzentration im Serum (Hypalbuminämie) kann viele Ursachen haben, so z.B.

  • schwerwiegende Lebererkrankungen wie eine dekompensierte Narbenleber (Leberzirrhose), eine schwer verlaufende Leberentzündung (Hepatitis) oder eine Lebervergiftung (z. B. durch Chemikalien oder giftige Pilze),
  • Nierenerkrankungen mit großem Eiweißverlust von z. B. über 10 g pro Liter, der von der Leber - je nach ihrem Gesundheitszustand - nicht mehr ausgeglichen werden kann, so dass sich Wasseransammlungen im Gewebe (Eiweißmangelödeme) bilden (nephrotisches Syndrom),
  • Eiweiß-verlierende Dünndarmkrankheit (exsudative Enteropathie),
  • große Hautdefekte, z. B. großflächige Verbrennungen,
  • Resorptionsstörung im Dünndarm wie bei der Coeliakie (einheimische Sprue),
  • Eiweißmangel bei Mangelernährung (in Dritte-Welt-Ländern: Kwashiorkor).

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