krank-gesund.de

Akuter Durchfall

Aus Krank-Gesund.de

Wechseln zu: Navigation, Suche

Seit kurzem bestehende Durchfälle sind möglicherweise infektiös, ziemlich sicher, wenn sie plötzlich begannen. Und eine Stuhlprobe muss ins bakteriologische Institut geschickt werden. Um niemanden anzustecken, sollten Sie äußerste Hygiene walten lassen, am besten eine eigene Toilette benutzen und die Hände mit Desinfektionsmittel behandeln. Ihrem Besuch dürfen Sie keine Hand geben, hier geht Sicherheit vor Höflichkeit!

Wenn Sie nicht genügend Flüssigkeit aufnehmen können, weil Ihnen auch übel ist, dann müssen Sie das Ihrem Arzt sagen: er wird für eine Flüssigkeitszufuhr über die Vene (Infusion) sorgen und Sie dafür unter Umständen in ein Krankenhaus einweisen müssen. Rufen Sie Ihren Arzt an. Die folgenden Fragen wird er Ihnen wohl erst einmal telefonisch stellen, denn Sie können ja wohl kaum in seine Praxis gehen. Und wenn Sie es könnten, würden Sie wahrscheinlich andere Patienten anstecken.

MERKE

Bei einer akuten Durchfallkrankheit, die immer verdächtig auf eine Infektion des Darms ist, nehmen Sie am besten zuerst telefonisch Kontakt mit Ihrem Arzt auf und berichten im über den plötzlichen Beginn, eine mögliche Infektion und den Infektionsweg, Fieber und Übelkeit. Er wird dann schon entscheiden können, ob Sie zu Hause behandelt werden können oder in ein Krankenhaus gehören.

  • Können Sie sich bei jemandem angesteckt haben oder haben Sie etwas eventuell Verdorbenes gegessen? Denken Sie an eventuelle Kontaktpersonen oder schlecht aufgetaute Tiefkühlkost, z. B. ein Grillhähnchen, das nur unzureichend erhitzt war, an schlecht gewaschenen Salat, nicht abgekochtes Wasser im Urlaubsgebiet oder an ein Eis, das Sie vielleicht zuvor gegessen hatten. Manche Übertragungen geschehen über verdorbene Nahrungsmittel (z. B. Salmonellen, Yersinien), Körperkontakt (Hände schütteln: verschiedenste Keime), oder auch durch die Luft (Tröpfcheninfektion, z. B. Rotaviren). Hilfreich kann es sein, wenn Sie gleich zur Frage Auskunft geben: „Arbeiten Sie in einem Altenheim, einem Kindergarten oder einer sonstigen Einrichtung, in der Sie mit vielen Menschen in Kontakt kommen?“
  • Hatten Sie zuvor eine Behandlung mit Antibiotika? Antibiotika können die Darmflora stören und dadurch zu Durchfällen führen und pseudomembranöse Diarrhö). Hin und wieder wird beispielsweise eine Atemwegsinfektion mit einem Antibiotikum therapiert und nach wenigen Tagen kommt ein Durchfall zustande, der schlimmer ist als die eigentliche Krankheit. Meist, aber nicht immer hört er auf, wenn das Antibiotikum abgesetzt wird.
  • Haben Sie dabei Fieber gehabt? Durchfall mit gleichzeitigem Fieber ist immer ein Hinweis auf eine Darminfektion. Mehr noch, eine solche Kombination bedeutet besondere Aufmerksamkeit, da die Krankheitserreger ins Blut gelangt sein könnten. Je nach Konstellation wird sich Ihr Arzt daraufhin überlegen, ein Antibiotikum einzusetzen.
  • Hatten Sie dabei Übelkeit und Erbrechen? Wenn Sie dies bejahen können, rundet es das Bild hinsichtlich einer Darminfektion mit Magenbeteiligung (Gastroenteritis) ab. Sie ist in besonderem Maße Vorbedingung für einen mangelhaften Flüssigkeitsausgleich, da der Darm viel Flüssigkeit verliert und der Magen nichts von dem was man trinkt, bei sich behält. Die Bilanz wird rasch negativ. Besonders ältere Menschen trocknen in kurzer Zeit regelrecht aus. Eine der ersten und wichtigsten Folgen ist es, dass die Nieren ihre Funktion einstellen, um dem Körper nicht zusätzlich Flüssigkeit zu entziehen. So droht eine Niereninsuffizienz mit Anstieg der toxischen ausscheidungspflichtigen Substanzen im Körper. Das muss natürlich vermieden werden.

Ihr Arztes wird dann, wenn er gleich die richtigen Auskünfte bekommt, wichtige Maßnahmen in die Wege leiten, die zur Diagnostik, zur Behandlung und zur Ansteckungsvorsorge dienen.

Verweise



Persönliche Werkzeuge
© 2009-2012 MedicoConsult GmbH, alle Rechte vorbehalten. Wir stehen für Qualität!
Die unter www.krank-gesund.de angebotenen Dienste und Inhalte sind dienen ausschliesslich der Informationsbeschaffung und können in keinem Fall den Arztbesuch ersetzen. Alle Inhalte dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der Autoren nicht kommerziell verwendet werden, auch nicht auszugsweise. Impressum